RSS-Feed

Fragerunde Nr. 2

Veröffentlicht am

Inzwischen haben mich erneut einige Emails erreicht, die ich gerne beantworten möchte. Vielen Dank für Denkanstöße, konstruktive Kritik und Hinweise.

Ich hab in deinem Blog jetzt schon ein bisschen mitgelesen und finde ihn gut, aber ein bisschen unübersichtlich. Könntest du vielleicht die Artikel nur kurz anreißen, dass man sie einzeln anklicken kann?

Vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe darüber nachgedacht, was du damit wohl meinen könntest und habe der Übersichtlichkeit halber eingestellt, dass nur der Anfang der Artikel sichtbar auf der Startseite steht und man mit dem „Weiterlesen“-Link auf den kompletten Text kommt. Falls das jemandem gar nicht gefällt, möge er sich zu Wort melden.

 
Ich hab das Gefühl, dass auf den Stationen bei dir ständig was Aufregendes passiert. Das kann doch gar nicht stimmen. Ich hab auch mal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht, da war viel weniger los.

Natürlich gab es viele Tage, an denen die Pflegeroutine ohne besondere Zwischenfälle gelaufen ist. Diese Tage sind mir aber natürlich nicht so im Gedächtnis geblieben wie jene, an denen etwas Außergewöhnliches passiert ist. Wenn das für Unklarheit sorgt, möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass viele meiner Praktikumstage sehr gleichförmig verliefen. Das möchte aber vermutlich kaum jemand lesen.

Warum gehst du nicht zurück in den Rettungsdienst? Sterbebegleitung ist doch langweilig.

Das ist wohl Geschmackssache. Ehrlich gesagt fehlt mir der Rettungsdienst manchmal, aber ich habe hier vor Ort auch kaum Organisationen gefunden, die mir sympathisch waren und über die ich in den Dienst hätte einsteigen können. Ich habe das Gefühl, dass es für mich mal Zeit für eine Veränderung ist und dass ich als Sterbebegleiterin viel lernen kann.

Tatsächlich habe ich aber nächste Woche Dienstag ein Vorstellungsgespräch bei einer Hilfsorganisation, bei der ich mich nach Möglichkeiten erkundigen möchte, meine Ausbildung zu Ende zu bringen. Es wäre schade, wenn sie ungenutzt in Vergessenheit gerät. Ich habe in letzter Zeit einige Begegnungen und Erlebnisse gehabt, die meinen Entschluss, in die Sterbebegleitung zu gehen, ein wenig ins Wanken gebracht haben. Aber dazu möchte ich später mehr erzählen.

Wann hast du Geburtstag?

Diese Frage verwundert mich ein wenig. Hihi, willst du mir etwas schenken? Um Weihnachten herum. Was ziemlich doof ist, weil man alle Wünsche auf einen Schlag am Ende des Jahres verbraucht. Wenn mir im Februar einfällt, dass ich ganz dringend etwas Bestimmtes brauche, gibt mein mickriges Studentenkonto meist nicht die Möglichkeiten her. Dann muss ich wieder bis Weihnachten warten. Ein schweres Los!

Wie viele Leichen hast du insgesamt gesehen?

Hm. Also auf der Notaufnahme stand die Zahl auf Drei. Auf den beiden Intensivstation kamen über die zwölf Wochen verteilt einige hinzu. An alle erinnere ich mich gar nicht, muss ich zugeben. Ich glaube, es waren ungefähr Sieben (?). Also insgesamt ca. Zehn. Und im OP dann noch einmal Zwei. Macht Zwölf.

Hast du schon mal wen operiert oder umgebracht?

Diese Frage finde ich herrlich! Als Praktikantin darf man in einem Krankenhaus (hoffentlich) nicht operieren. Das machen lieber mal die Ärzte und die Assistenzärzte, die jahrelang dafür studiert haben. Umgebracht habe ich noch niemanden. Vermutlich weil ich noch niemanden operiert habe. Haha!

Anregungen, Lob, Kritik oder Fragen, die ihr nicht per Kommentar stellen wollt? Schreibt mir eine Mail an pin.chen@live.com.

Advertisements

Über Alina

Ich bin Studentin und angehende Sterbebegleiterin. Ich habe schon immer gern besonders älteren Menschen beim Erzählen zugehört und möchte in meinem Blog berührende Lebensgeschichten sammeln, damit wir gemeinsam wieder lernen können, den Menschen um uns herum zuzuhören. Falls Ihr Fragen oder Anliegen habt, kontaktiert mich jederzeit unter pin.chen[at]live.com.

»

  1. als Student / Famulant / PJ’ler darf man zumindest bei ner OP assistieren und ggf. zunähen oder kleinere Dinge übernehmen 😉 (also nicht nur fertige Ärzte hantieren am schlafenden Patienten rum *oO*)

    meine Frage/Vorschlag wäre noch: würdest du deine Beiträge auch auf mehrere kürzere aufsplitten? Mir z.B. geht es oft so, dass ich sehr gerne lese, was du schreibst, aber die Artikel teilweise so lange sind, dass mir einfach die Zeit fehlt sie auf einen Wisch durchzulesen… und dann nochmal zurückkommen, da geht es meistens in der Flut der RSS-Feeds unter. Vllt willst du ja mal ausprobieren deine Artikel in mehreren Teilen zu veröffentlichen? 😉

    liebe Grüße

    Antwort
    • Hi stega, danke für deinen fachlichen Hinweis und deine Anregung.
      Aufsplitten möchte ich meine Beiträge aber eher nicht. Ich glaube, dann würden sich die Artikel auch ganz anders lesen und mir würde der Sinn fürs Ganze fehlen. Aber nochmal danke für deinen Vorschlag.
      Kurz fassen konnte ich mich übrigens noch nie. 😉

      Antwort
  2. Ich finde die Abkürzung und den klick auf „Weiterlesen“ unnötig.
    Das aber auch nur, weil ich seit Anfang mitlese und den Blog abonniert habe, sodass ich sofort informiert werde, wenn ein neuer Artikel erscheint.

    Was den Kommentar über mir angeht, muss ich lautstark wiedersprechen.
    Die länge der Posts ist optimal und perfekt zu lesen. Auch ich habe kaum Zeit – trotzdem schaffe ich es im stehen in der Bahn auf dem Weg nach Hause den Artikel auf dem Handy zu lesen, wenn wann anders die Zeit nicht reicht.
    Es klingt vielleicht unhöflich, aber vielleicht sollte man sich dann einfach mal die Zeit nehmen oder sich anders organisieren, anstatt den Schreiber aufzufordern, sein Werk zu zerstückeln.
    Sorry!!

    Antwort
  3. Bloß nicht zerstückeln! Nenene, nicht auch noch hier cliffhanger an spannenden Stellen 😉
    Ob es einen weiterlesen-Button gibt oder nicht ist mir relativ gleich, ich komme eh immer direkt aus dem WordPress-Reader auf die Artikel.

    Antwort
  4. Hallo liebe Amy, hallo lieber Frosch. 😉
    Schön, dass ihr euch zu Wort meldet und mir Feedback gebt, das hilft mir sehr. Wenn euch die Abkürzungen so nicht stören, lass ich sie einfach drin. Und gestückelt wird auch nicht. 🙂
    Aber eine Frage: Sind die Bahnen in Japan nicht so unglaublich voll? Kann man dort wirklich lesen? Ich dachte, dass es dort extra Personal mit weißen Handschuhen gibt, das nur dafür da ist, die Bahnbesucher durch die Türen zu stopfen?

    Antwort
  5. Ich bin für Aufteilen, aber auf eine andere Art:
    Zusammengehörende Geschichten gehören auch zusammen in einen Beitrag. Die sollten nur aufgeteilt werden, wenn es nicht anders geht.
    Wenn du aber die Infos über deine aktuelle Situation von den Geschichten von früher trennen würdest, fände ich es übersichtlicher.

    Antwort
    • Da hast du Recht. Sobald ich über meine aktuelle Situation mehr zu berichten habe, werde ich sie in eigene Beiträge verpacken und entsprechend betiteln. Danke für den Hinweis! 🙂

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Experiment 3088 ..... oder 'Eine Frage der Endlichkeit'

Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern... nur vertiefen (Gorch Fock)

Quasseltasche

Wie bringst Du Gott zum Lachen? Erzähle ihm von Deinen Plänen.

Leanders feine Linie

Mein Gehirn auf Abwegen

kinderdoc.wordpress.com/

Geschichten aus der Kinder- und Jugendarztpraxis und darüber hinaus

Anna im Backwahn

"Kuchen macht glücklich"

druckstelle

Blog für kleine und große Texte

125tel | Fotogalerie

Street Photography | Landschaftsbilder | Momentaufnahmen

Was uns bewegt

Everything you always wanted to know about motivation -- and did not dare to ask.

berlinmittemom

mothers are all slightly insane.

Schnipselfriedhof

Weblog von Andreas Krenzke und Volker Strübing

Altenheimblogger

Verrückt unter Verwirrten

Der steinige Weg

...auf dem Weg zur Lehrerin

Josephine Im Chaos

(M)ein Leben zwischen Chaos und Kinderkriegen

Perspektivenwechsel - vom anders normal sein

Herzchaosmama (Asperger-Autistin und alleinerziehend) erzählt aus dem Leben einer besonderen Kleinfamilie

Anne Harenberg - Die Wüste & Ich

Romane und der ganz normale Wahnsinn

Alltagimrettungsdienst Blog

Der Alltag im Rettungsdienst aus meiner Sicht

Trinas Welt

Mitten im Leben