RSS-Feed

Monatsarchiv: März 2013

Erzähl mir deine Geschichte – Sally

Veröffentlicht am

Es gibt ein kleines Jubiläum zu feiern! Dies ist der 50. Artikel, den ich hier veröffentliche. Deshalb habe ich beschlossen, eine neue Artikelserie zu starten. Ich würde gern ein paar Lebensgeschichten einfangen und die Meinungen der Menschen zum Leben und zum Tod niederschreiben, um andere Perspektiven aufzuzeigen und Einblicke in das Gefühlsleben interessanter Menschen zu gewähren.

Wie denken andere Menschen über ihren eigenen Tod? Welche Pläne, welche Wünsche haben sie für ihre Zukunft? Und was beschäftigt sie in ihrem Alltag? Wie stehen sie zur Vergänglichkeit des Lebens und was bereitet ihnen Kummer? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich Interviews führen, die den Befragten viel Raum für ihr Antworten lassen.

Mein erstes Interview habe ich mit Sally geführt. Sie ist Prostituierte und hat ihre bisherige Ausbildung zur Trockenbauerin abgebrochen. Der Artikel, der auf der Basis ihrer Antworten entstand, ist in der Ich-Perspektive geschrieben, um zu verdeutlichen, dass es ihre eigene Geschichte ist. Viel Spaß beim Lesen und schöne Osterfeiertage!

„Sally ist eigentlich nicht mein richtiger Name. Aber wir alle hier haben uns einen Künstlernamen zugelegt, das ist einfach gesünder. Ich möchte auch nicht, dass meine Kunden meinen wirklichen Namen kennen und mich auf der Straße damit ansprechen. Zum Glück bin ich noch keinem von ihnen außerhalb des Clubs begegnet.

Ja, wir nennen es Club. Wir mögen das Wort „Bordell“ oder „Puff“ nicht sonderlich. Vielleicht ist das woanders nicht so, aber hier nennen wir es Club. Und was wir hier machen, das nennen wir arbeiten. Wahrscheinlich denken viele, dass ich den einfachsten Job der Welt habe, dass ich mich nur hinlegen und die Beine breit machen muss. Aber solche Leute mag ich nicht. Ich arbeite genauso hart für mein Geld wie alle anderen Berufstätigen auch. Und opfere dafür auch noch einen Teil meines Privatlebens. Es ist nicht so einfach, einen Mann kennenzulernen, wenn man in einem Club arbeitet. Schließlich werde ich regelmäßig mit den unterschiedlichsten Männern intim, das ist schon ein harter Brocken für den festen Freund. Momentan bin ich sogar vergeben, aber über die Arbeit reden wir aus Prinzip nicht. Lies den Rest dieses Beitrags

Advertisements

Momentaufnahme Nr. 7 – Loch im Schädel

Veröffentlicht am

Neulich habe ich etwas sehr Interessantes erfahren und eine ebenso interessante Entdeckung an meinem Verhalten gemacht. Einige von euch erinnern sich vielleicht an meine Begegnung mit dem groß gewachsenen Hünen, der sich mit einer Schreckschusspistole ein Loch in den Kopf riss (https://leihmirdeinohr.wordpress.com/2012/09/08/praktikum-auf-der-notaufnahme-wie-in-einem-schlechten-film/).

Erinnert ihr euch, wie aggressiv und bedrohlich die ganze Situation war? Wie er von Polizisten bewacht und von der Psychiaterin als „bescheuert“ bezeichnet wurde? Hattet ihr beim Lesen des Artikels ein bestimmtes Gefühl? Ein Vorstellung von diesem Mann und von der Atmosphäre, die er mit sich brachte?

Wenn ja, dann achtet nun genau darauf, wie sich dieses Gefühl verändert, wenn ich euch erzähle, was ich von der Freundin meines Bruders erfahren habe.

Seit einigen Monaten hat mein großer Bruder eine Freundin, mit der er inzwischen auch zusammen wohnt. Ich kannte sie schon lange, bevor sie mit ihm zusammen kam, wenn auch nur flüchtig. Sie arbeitete nämlich zur gleichen Zeit im gleichen Krankenhaus, wo wir uns einmal über den Weg liefen.

Neulich sprach sie einen Fall an, der mir bekannt vorkam.

„Auf der Intensivstation gab es einen Mann, der sich mit einer Schreckschusspistole in den Kopf geschossen hatte“, sagte sie. „Das war gruselig. Ich war ungern mit ihm allein.“

„Eine Schreckschusspistole?“ Ich stutzte. „War er groß und hatte eine Glatze?“ Lies den Rest dieses Beitrags

Momentaufnahme Nr. 6 – Lauschangriff im Bus

Veröffentlicht am

Endlich habe ich die Klausuren hinter mich gebracht, die mich in den finalen Zügen sogar bis in meine Träume begleitet haben. Von einer Klausur hing so viel ab, dass mir bei dem Gedanken, was bei Versagen für Konsequenzen auf den Plan treten, schlecht wurde. Aber leider nicht so schlecht, dass ich nichts mehr hätte essen können.

Tatsächlich esse ich in Klausurenphasen durchaus gesund – ungefähr bis 11 Uhr vormittags. Danach geht es mit meiner Disziplin (lern- und ernährungstechnisch) rapide bergab und ich esse wie eine Drittklässlerin, die man in der Küche unbeaufsichtigt lässt.

Aber nun ist ja alles ausgestanden und ich kann mich wieder wichtigeren Dingen zuwenden: meinen Büchern, meiner Häkelnadel, meiner Harfe und meinem Freund. Falls er das hier liest, kann er sich ja mal Gedanken darüber machen, warum ich ihn an letzter Stelle nenne. Hihi. Nein, Spaß beiseite. Ohne ihn wäre die Klausurzeit sehr viel anstrengender und kräftezehrender gewesen. An dieser Stelle ein großes Danke hierfür.

Ich würde euch gern einen kleinen Gesprächsverlauf aufschreiben, den ich gestern belauscht habe.

Ich saß zu diesem Zeitpunkt im Bus und fuhr zu meiner ersten Klausur, als ein Wort fiel, das mich sofort aufhorchen ließ.

Sterben.

Inzwischen bin ich so sehr auf diese Thematik getrimmt und eingestimmt, dass ich mich bei Schlagworten dieser Art direkt angesprochen fühle. Zwei Reihen vor mir saßen zwei Jugendliche, die auf ihren Smartphones tippten und sich dabei unterhielten. Da der Bus sehr leer war, konnte ich ihrem Gespräch gut folgen.

Sie wirkten relativ jung, vielleicht Fünfzehn, trugen Baseballmützen und ausgelatschte Turnschuhe.

„…find ich voll deprimierend“, sagte der eine.

„Was meinst du?“

„Na, sterben. Darüber zu reden. Das machen wir gerade in Ethik.“

„Ethik ist scheiße!“

„Ja, stimmt. Wer sich das ausgedacht hat…da war ja Religionsunterricht besser.“ Lies den Rest dieses Beitrags

Best Blog Award – Eine kleine Ehre

Veröffentlicht am

bestblogaward

Hallo, ihr Lieben!

Mir ist (von mir ganz unbemerkt, da ich meine Nase in meinen Lehrbüchern vergraben hatte) eine kleine Ehre zuteil geworden. Die liebe Sarah (http://sarahsuperwoman.wordpress.com/) hat mir den Best Blog Award verliehen. Vielen Dank dafür! Und danke, dass du so verlässlich und aufgeschlossen immer wieder neue Impulse in meine Gedankenwelt und Blickwinkel bringst!

Bei dem Best Blog Award geht es darum, dass man selbst 20 andere Blogs, die unter 200 Follower haben, für den Award nominiert und diesen weiterreicht. Dazu müssen dann noch die neun kommenden Fragen beantwortet und natürlich das Bild mit Post veröffentlicht werden.

1. Was hast du lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte?

Das kommt ein bisschen auf meine Laune an. In letzter Zeit esse ich gerne deftig, das liegt wohl an der Klausurenzeit. Mein Gehirn schreit ständig nach Nährstoffen, deshalb habe ich vorgestern auch das erste Mal Wirsingroulade mit extra fettiger Soße gegessen. Hehe.

2. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich lieber bekochen?

Auf jeden Fall lasse ich mich lieber bekochen. Mein Freund guckt immer ganz betreten, wenn ich mich am Herd versucht habe. Also übernehme ich lieber das Backen, das kann ich besser. Und das Teig naschen entschädigt für den Aufwand.

3. Was ist dein Lieblingsrezept?

Nudelsalat mit rotem Pesto, Pinienkernen, Basilikum, Knoblauch, getrockneten Tomaten und Balsamico-Essig, ein Rezept von der Schwester meines Freundes. Und was mein Lieblingsrezept aus der Backecke betrifft…wahrscheinlich Zitronenmuffins mit Mandarinen.

4. Was ist dir wichtiger bei einer Person: die Persönlichkeit oder die Erscheinung?

Hm, ich würde das ganz gerne in zwei Szenarien aufteilen:

Treffe ich jemanden zum allerersten Mal im alltäglichen Umfeld und muss mir ein Urteil über ihn bilden, spielt die Erscheinung die größere Rolle. Jedenfalls so lange, bis die ersten Worte gewechselt sind und ich bei der Unterhaltung festgestellt habe, was und wie der Mensch redet, was ihn interessiert, wie er zuhört und wie er sich gibt. Ich kann ja nur die Informationen verarbeiten, die ein Mensch mir liefert. Und wenn wir noch nicht miteinander geredet haben, bildet man sich automatisch das Urteil über die äußere Erscheinung.

Geht es um einen längerfristigen Kontakt oder um Situationen, wo das Aussehen schlicht egal oder als Information nicht verfügbar ist, ist mir natürlich die Persönlichkeit wichtiger, aber das ist ja eigentlich klar. Wie sagt man so schön: Brennt oben kein Licht, erhellt selbst das schönste Gesicht keine Herzen.

Klingt komisch? Stimmt, hab ich mir auch gerade ausgedacht.

5.Wann hast du das Blog gegründet?

Das war im September 2012, ich bin also noch sehr frisch dabei.

6. Welche Person hat dich inspiriert, in dieser Welt mit was Neuem anzufangen?

Ich kann gar nicht benennen, woher meine Inspirationen bisher kamen. Das ist vielleicht ganz gut, so können sie einfach unbemerkt herangeflogen kommen.

Ich kann aber benennen, wer mich immer unterstützt hat, meine Inspirationen in Taten umzusetzen. Das waren meine Eltern, die mir immer alles ermöglicht und mich in allem, was ich bisher getan habe, bestärkt haben. Meine Geschwister, die mir immer wieder das Gefühl geben, dass es noch so Vieles gibt, was wir erleben können und meine Neugier nicht einschlafen lassen. Mein Freund, der schon so lange an meiner Seite und mit seiner ruhigen Art eine zuverlässige Stütze ist.

Und meine Oma, die mir gezeigt hat, dass man auch mit über 80 noch einen Mann abschleppen kann.

7. Verfolgst du viele Blogs?

Hm, es sind schon ein paar, auf jeden Fall mehr als Zehn. Ich komme manchmal aber nur sehr unregelmäßig zum Lesen, wenn ich mehr zu tun habe. Ich hab ja auch kein Hightech-Handy, mit dem ich unterwegs anständig im Internet surfen könnte. Meins hat nämlich noch Knöpfe.

8. Welches Buch liest du zurzeit?

Zwei Lehrbücher der Sozialpsychologie. Aber wenn ich nicht mehr lernen muss, lese ich (wie ich zu meiner Schande gestehen muss) „Fifty Shades of Grey“ weiter. Aber nur (es folgt eine kluge Begründung) weil ich mein Englisch verbessern möchte und der Schreibstil hier sehr simpel gehalten ist. Hust.

Danach lese ich „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham oder „Zwei halbe Leben“ von Rebecca Stephan, das weiß ich noch nicht so genau. Ich mag nachdenkliche Bücher, die ruhig geschrieben sind.

9. Dein Lieblingsfilm?

Das kann ich nur im Plural beantworten. „Die nackte Kanone“ 1-3 und „In China essen sie Hunde“! Es gibt keine anderen Filme, die mich so sehr zum Lachen gebracht haben. Und was ernstere Filme angeht, hat mich „Beim Leben meiner Schwester“ sehr bewegt und „Rendezvous mit Joe Black“.

So, nun muss ich den Award an 20 weitere Blogs vergeben. So viele Blogs kenne ich vermutlich gar nicht, also picke ich mal ein paar aus meiner Lese-ich-gerne-Liste, die ich regelmäßig besuche:

  • http://berlinmittemom.com/ (Weil sie aus meiner lieben Heimatstadt kommt und aus dem Alltag mit Kindern wunderschöne Anekdoten zieht.)
  • http://alltagimrettungsdienst.wordpress.com/ (Einer meiner liebsten Blogs. Ich lese immer wieder gerne rein. Auch wenn der Award ein wenig mädchenhaft auf dieser Seite aussehen würde. ;))
  • http://schwiegermutterinklusive.wordpress.com/ (Ich muss einfach immer wieder herzlich über die Artikel lachen. Ehrlich und auf den Punkt gebracht schreibt sie über ihr Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und über ihre Schwiegermutter.)
  • http://altenheimblogger.wordpress.com/ (Seine Erzählungen und seine humorvolle Art bringen mich oft zum Schmunzeln und manchmal zum Nachdenken.)
  • http://dersteinigeweg.wordpress.com/ (Weil Frau A. einen herrlichen Schreibstil hat und ehrlich von ihrem Schulleben berichtet. Herzlichen Glückwunsch übrigens für den hinter dich gebrachten Meilenstein!)
  • http://madeofstil.com/ (Wenn ich mal Lust auf ein wenig Mode habe, schaue ich auch gerne hier rein. Besonders schön finde ich, dass der Blog von zwei Freundinnen betrieben wird.)
  • http://herzlichchaotisch.wordpress.com/ (Es ist für mich unglaublich interessant und beeindruckend zu lesen, wie sie sich einen Weg durch den Dschungel an Hindernissen bahnt, die sich manchmal vor ihr aufbauen.)
  • http://arztanbord.wordpress.com/ (Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die 200er-Marke nicht schon geknackt wurde. Auf jeden Fall lesenswert!)
  • http://dieamy.wordpress.com/ (Sie bloggt über Depression, Asperger-Autismus und Trichotillomanie. Ich finde ihre Stärke beeindruckend.)
  • http://weltentdeckerfrosch.wordpress.com/ (Wer sich für Japan, Frösche, Kunst, Mode oder Fotografie interessiert, ist hier genau richtig! Erfrischend geschrieben und schön gestaltet.)
  • http://trinaswelt.wordpress.com/ (Weil sie so unverfälscht schreibt und dokumentiert, wie sie mit sich, ihrem Körper und der Welt in Einklang kommt.)

So, das sind elf Blogs und damit eine schöne unrunde Zahl.

Ich werde noch ein wenig lernen und dann schlafen gehen. Am Dienstag schreibe ich beide Klausuren, dann ist der Spuk endlich vorbei!

Habt einen schönen Abend und genießt das Wochenende!

„Verkehrsmittel für Tomaten“ – Suchbegriffe

Veröffentlicht am

Ich habe mir inzwischen mal die Suchbegriffe angesehen, über die einige Leser auf meinen Blog gelangen. Einige fand ich wirklich witzig, erstaunlich oder schockierend, deshalb möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Nachfolgend habe ich einfach mal einige von ihnen aufgelistet.

Heiß begehrte Themen sind offensichtlich Erektionen, Ohren und Schwiegermütter.

Habt ein schönes Wochenende! Lies den Rest dieses Beitrags

Momentaufnahme Nr. 5 – Kleine Herzen und viel Liebe

Veröffentlicht am

An einem Samstagabend zu Hause zu sitzen, ist nicht unbedingt der Traum eines jeden Studenten. Neben mir stapeln sich Lernunterlagen, Pädagogik-Bücher und halb aufgegessene Kekse. Und dennoch lerne ich nicht.

Warum?

Zum einen, weil ich ein von Natur aus sehr fauler Mensch bin. Ich muss mich immer überwinden, mich an den Schreibtisch zu setzen und lenke mich sehr schnell vom Arbeiten ab. Wie jetzt auch gerade.

Zum anderen geht mir die Unterhaltung von gestern durch den Sinn, als ich mit drei netten Frauen beim Abendessen saß und mich mit ihnen über Gott und die Welt unterhielt.

Es wurde der Gedanke formuliert, dass die Sterbebegleitung von Kindern einfacher und erfüllender ist als die von Erwachsenen. Daraufhin habe ich mir ein wenig Gedanken zu diesem Thema gemacht, ein interessantes Kapitel darüber gelesen und das Für und Wider abgewägt.

Ich selbst kann mir in meiner momentanen Position und mit meinem jetzigen Erfahrungsschatz nicht vorstellen, sterbende Kinder zu begleiten. Aber warum ist das so? Liegt es daran, dass ich Kinder als Schutzbefohlene empfinde oder mir bei ihnen nicht einreden kann, dass sie ja bereits ein schönes Leben hatten? Würde ich unbewusst meine Geschwister in ihnen wiederfinden und mich vor ihren Fragen nach dem Warum fürchten? Könnte ich einer Mutter in die Augen sehen, die ihr Kind in wenigen Monaten verlieren wird?

Laut Statistik leben in Deutschland ungefähr 22.500 Kinder, die an einer lebensbedrohlichen Erkrankung leiden. Diese Kinder versterben aller Voraussicht nach vor dem Erreichen des Erwachsenenalters, da ihre Krankheit nicht kuriert werden kann bzw. ein Therapieerfolg sehr unwahrscheinlich ist.*

Das ist eine unvorstellbare Zahl. 22.500 Familien müssen sich also in Deutschland mit dem Abschied von ihrem Nachwuchs befassen, müssen sich darauf einstellen, sich von ihrem Kind zu lösen und es sterben zu lassen. 22.500 Dramen spielen sich genau in diesem Moment ab, deren Ausmaße wir kaum erahnen können. Wie gehen Eltern damit um? Wird die Schuld beim Arzt oder beim Ehepartner gesucht? Wird mit dem Kind offen über den Tod gesprochen oder versteckt man sich hinter dem Alltag, um dem Kind wenigstens ein kleines Stück Normalität zu bieten und es Kind sein zu lassen? Wie gehen Kinder überhaupt mit dem Tod um? Lies den Rest dieses Beitrags

Kurseinheit 6 – Auf dem heißen Stuhl

Veröffentlicht am

Hallo, ihr Lieben!

Ich bin gerade in Berlin, um meine Familie zu besuchen und lerne parallel für die beiden Prüfungen, die ich Mitte März bestehen muss. Hier hat sich einiges verändert. Mein Bruder ist von zu Hause ausgezogen, was unsere Kinderzahl (wenn man mich als Gast nicht mitrechnet) von Sechs auf Vier reduziert. Die Räume wurden durchgewechselt und ich schlafe in meinem alten Kinderzimmer. Das ist eine interessante Erfahrung, aber irgendwie komisch. Meine Mutter hatte vor, mich an meinem ersten Morgen mit den Worten zu wecken: „Wach auf, Süße. Du kommst zu spät zur Schule!“

Das wäre wirklich verwirrend und irgendwie gruselig gewesen. Zum Glück war ich vorher schon wach.

Ich möchte nicht jeden Eintrag mit einer Entschuldigung oder Erklärung beginnen, warum ich so lange nichts mehr geschrieben habe, deshalb hier zum letzten Mal:

Entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir habe hören lassen, es wird bestimmt bald wieder besser. Bestimmt!

Heute möchte ich euch von der bereits sechsten Kurseinheit berichten. Ich staune immer wieder, wie die Zeit rennt und wie viel der Kurs schon in mein Leben eingegriffen hat. Inzwischen identifiziere ich mich sehr mit den Inhalten, die wir behandeln und denke beinahe täglich über das Gelernte und Erfahrene nach. Noch nie habe ich an einer Schulung teilgenommen, die mich so sehr zum Nachdenken und Umstrukturieren bringt wie der Befähigungskurs zur Sterbebegleiterin.

Die sechste Kurseinheit war für mich besonders interessant, weil wir uns das erste Mal in die Praxis gewagt haben. Natürlich in geschütztem Umfeld, damit sich (laut Marie) niemand von uns überfordert fühlt.

Allerdings haben wir uns alle überfordert gefühlt, bei vielen flossen nach einigen Minuten die Tränen, zwei von uns verließen den Raum fluchtartig. Die sanfte Ella brachte uns alle an den Rand der Verzweiflung.

—-

Sie sah eigentlich sehr harmlos aus. Ihre angegrauten Locken kräuselten sich in weichen Wellen über ihren schmalen Schultern, ihre Lippen waren zu einem freundlichen Dauerlächeln verzogen.

Marie legte eine Hand auf ihre Schultern und sah uns an. „Schön, dass Sie erneut so zahlreich erschienen sind. Heute haben wir einen ganz besonderen Gast in unseren Reihen. Danke, dass du Zeit hattest, Ella.“

Gemurmelte Begrüßungen mischten sich unter das nervöse Fußscharren in unserem Stuhlkreis. Nach Maries Ankündigung, dass wir heute „eher praktisch“ arbeiten würden, hatte die Nervosität von uns Kursteilnehmern zugenommen. Es war, als würde man im Sportunterricht seinem Lehrer dabei zusehen, wie er ein unbekanntes, besonders hohes und gefährlich aussehendes Sportgerät aufbaute und gleichzeitig darüber nachdenken, wie genau man sich darauf zu blamieren hatte. Lies den Rest dieses Beitrags

Experiment 3088 ..... oder 'Eine Frage der Endlichkeit'

Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern... nur vertiefen (Gorch Fock)

Quasseltasche

Wie bringst Du Gott zum Lachen? Erzähle ihm von Deinen Plänen.

Leanders feine Linie

Mein Gehirn auf Abwegen

kinderdoc.wordpress.com/

Geschichten aus der Kinder- und Jugendarztpraxis und darüber hinaus

Anna im Backwahn

"Kuchen macht glücklich"

druckstelle

Blog für kleine und große Texte

125tel | Fotogalerie

Street Photography | Landschaftsbilder | Momentaufnahmen

Was uns bewegt

Everything you always wanted to know about motivation -- and did not dare to ask.

berlinmittemom

mothers are all slightly insane.

Schnipselfriedhof

Weblog von Andreas Krenzke und Volker Strübing

Altenheimblogger

Verrückt unter Verwirrten

Der steinige Weg

...auf dem Weg zur Lehrerin

Josephine Im Chaos

(M)ein Leben zwischen Chaos und Kinderkriegen

Perspektivenwechsel - vom anders normal sein

Herzchaosmama (Asperger-Autistin und alleinerziehend) erzählt aus dem Leben einer besonderen Kleinfamilie

Anne Harenberg - Die Wüste & Ich

Romane und der ganz normale Wahnsinn

Alltagimrettungsdienst Blog

Der Alltag im Rettungsdienst aus meiner Sicht

Trinas Welt

Mitten im Leben