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Hausaufgaben – Wenn ich sterbe

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Heute Morgen klingelte mein Wecker bereits um 5:15, weil ich am Freitagmorgen immer joggen gehe. Nun ja, jedenfalls mache ich das seit zwei Monaten und hoffe, dass ich meine Dreimal-pro-Woche-laufen-Regel weiterhin einhalten kann. Wenn es draußen noch dämmrig und die Luft ganz neblig und nass ist, ist es oft schwer, sich aus der warmen Bettdecke zu schälen, aber es ist auf der anderen Seite schön, wenn man Trainingsfortschritte beobachten und ohne Reue naschen kann.

Mein Spiegelbild sah mir missbilligend und verschlafen dabei zu, wie ich meine Schuhe band und meine türkisen Lieblingskopfhörer auf die Ohren drückte. Es hatte offensichtlich genauso wenig Lust auf sportliche Betätigung wie ich. Doch sobald ich draußen an der frischen Luft und die ersten Schritte gelaufen war, fiel die Müdigkeit von mir ab, ebenso die Gedanken zur Tagesplanung, Abschlussarbeit, Arbeiterei.

Morgens ist die Stadt noch still, die Nacht zieht sich zurück und der Himmel hängt tief. Letzte Nacht hatte es geregnet, deshalb glänzten kleine Pfützen zwischen der Pflasterung der Straße. Ich sah meinen Füßen beim Laufen zu, lauschte der Musik und dachte nach.

Die Hospiz-Koordinatorin hatte ihre Meinung noch einmal überdacht, uns von unserer eigenen Beerdigung fern zu halten. In ihrer Mail begründete sie den Umschwung folgendermaßen:

Liebe Kursteilnehmer,

mir ist bewusst, dass ich Ihnen sagte, dass Sie Ihre eigene Beerdigung nicht planen müssen. Im Gespräch mit anderen Hospizdiensten stellte ich jedoch fest, dass es inzwischen üblich ist, die Teilnehmer vor diese Aufgabe zu stellen. Im Anhang finden Sie daher ein Dokument mit einigen Fragen, die Ihnen Hilfe und Orientierung bieten sollen. Bitte machen Sie sich bis zu unserem nächsten Treffen Gedanken über dieses Thema. Haben Sie den Mut, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen. Wenn Sie an Grenzen stoßen, sprechen wir darüber. Sie können mich jederzeit unter der Ihnen bekannten Telefonnummer erreichen.

Haben Sie eine schöne Woche!

Marie

Über meine eigene Beerdigung habe ich mir tatsächlich bereits Gedanken gemacht. Als ich 15 und in einer furchtbaren Stimmung war, weil mich niemand verstand, die ganze Welt gegen mich und meine Familie die gemeinste auf dem Planeten war, malte ich mir als pubertäres Racheinstrument gern den tränenreichen Abschied an meinem Grabstein aus. Der Gedanke, dass die Anderen schon sehen würden, was sie an mir hatten, wenn ich erst einmal in der Erde verschwunden war und ihre Verfehlungen bereuten, linderte meine Hormonwut ein wenig. Heute weiß ich, dass meine Jugend sehr behütet war. Und dass ich eigentlich gar keinen Grabstein möchte.

Ich bog in eine Seitenstraße und lief zwischen verdrehten Bäumen hindurch, die sich gefährlich nahe zur Straße neigten. Die Äste stachen in die stahlgraue Wolkendecke, Nieselregen setzte ein. Ich zog meine Kapuze über die Kopfhörer und konzentrierte mich auf meine Atmung. Wenn man sich so voller Leben fühlt, ist es schwer, sich den Tod vorzustellen. Irgendwann wird meine Lunge still stehen, ebenso mein Herz. Ich werde nicht nur meinen Körper verlieren, sondern alles, was ich in diesem Leben kennenlernen durfte. Den Geruch von Pfirsichen, das Vogelgezwitscher vor meinem Fenster, die warme Hand meines Freundes, Zukunftsträume, Tränen, Erinnerungen, meine Familie. Einfach alles.

Neulich legte Sissi den Arm um mich und sah sehr nachdenklich aus. „Du, ich hab überlegt, auch in die Sterbebegleitung zu gehen. Also nur die leichten Fälle natürlich. Weil, ich hab so gedacht…es muss schön sein, keine Angst vor dem Tod zu haben.“

„Wer sagt, dass ich keine Angst vor dem Tod habe?“, fragte ich verwundert. „Natürlich hab ich trotzdem Angst!“

„Oh.“ Sie ließ ihren Arm schwer werden, bis er von meiner Schulter rutschte. „Hm. Dann mach ich das doch nicht.“

Wir lachten beide. Und ich fühlte eine unbestimmte Furcht in meiner Magengrube.

Der Tod jagt mir Angst ein. Ich kann mir einreden, dass es wichtig ist, irgendwann zu sterben und dem eigenen Ende reflektiert entgegen zu treten, aber das lässt die Unruhe nicht verschwinden, die sich bei diesem Thema in meinem Nacken festsetzt.

Ich weiß, dass ich neuen Generationen Platz machen muss. Die Angst bleibt.

Ich weiß, dass der Tod unvermeidlich ist. Die Angst bleibt.

Ich weiß, dass es natürlich ist, zu sterben. Die Angst bleibt.

Ich weiß, dass schon Millionen anderer Menschen vor mir gestorben sind. Die Angst bleibt.

Ich weiß, dass ich den Großteil meines Lebens noch vor mir habe, wenn alles gut geht. Die Angst bleibt.

Und das ist normal. Ich darf Angst vor dem Tod haben. Ich kenne nur das Leben, weiß wie es sich anfühlt, wie es schmeckt und riecht. Den Tod kenne ich nicht, nur sein Resultat. Ich habe stille Brustkörbe gesehen und eingefrorene Münder, habe kalte Hände berührt und Haut blass werden sehen. Aber ich stand bisher immer auf der Seite der Lebenden und bin in dieser Welt zurückgeblieben. Manchmal schleichen sich meine Gedanken zum Tod und versuchen, ihn zu fassen, ihn einzufangen und zu verstehen. Dann sehen sie, dass es wenig zu verstehen gibt, dass der Tod zu groß und endgültig ist und schrecken zurück. Nur um es einige Zeit später erneut zu versuchen.

Meine eigene Beerdigung ist eine nüchterne Insel im Thema Tod. Darüber kann ich relativ distanziert nachdenken, schließlich ist es bis dahin schon längst geschehen und mich geht diese Welt nichts mehr an.

Als ich meine Mutter zu dem Thema befragte, reagierte sie abwehrend.

„Wenn ich sterbe, wäre es in Ordnung, wenn ihr euch um die Beerdigung kümmert? Oder soll ich da schon mal was festlegen?“

Ihr Gesichtsausdruck wurde verschlossen. „Das wäre die falsche Reihenfolge. Kinder sollten nicht vor ihren Eltern sterben.“

Ich ließ das Thema lieber ruhen und wir sprachen über etwas Anderes. Einige Zeit später suchte sie jedoch von sich aus das Gespräch.

„Es wäre schön, wenn du etwas festlegen könntest. Ich weiß ja nicht, wie du deinen Abschied haben möchtest“, sagte sie leise.

Wir saßen vor unserem Hotel in Rom und genossen unseren Urlaub. Das erste Mal seit langem waren wir als komplette Familie in die Ferien geflogen.

„Also…“ Sie zuckte mit den Schultern. „Welche Musik du magst oder welche Blumen…ich war auf einer Beerdigung, da wurden als kleines Gastgeschenk Sonnenblumen verteilt. Sie liebte Sonnenblumen und starb genau in der Zeit, in der sie blühen. Ich nahm auch eine mit nach Hause, das war wie ein letzter Gruß von ihr. Wäre das was?“

„Das ist eine schöne Idee. Weißt du, was auch schön wäre?“ Ich setzte mich auf. „Wenn man den Gästen kleine Blumentöpfe mit Samen mitgibt, aus denen die Blumen erst noch wachsen. Dann haben Sie länger etwas davon.“

„Oh, ja!“ Meine Mutter lächelte. „Toll wäre es auch, wenn man den Gästen nicht sagt, was wachsen wird. Dann ist noch eine kleine Überraschung dabei.“

Wir schwiegen für einen Moment und wechselten dann das Thema. Dass meine Mutter noch einmal meine Frage aufgegriffen hatte, freute mich sehr. Vor allem da ich wusste, wie schwer es ihr fiel, darüber zu sprechen.

Ich erreichte die Allee im Zentrum der Stadt, zu deren Flanken ausgedehnte Blumenbeete in den Boden eingelassen waren. Sie schillerten in einem wilden Farbwust durcheinander. Ich freue mich jedes Mal auf diesen Teil der Strecke. Es gibt eine bestimmte Stelle zwischen den Beeten, an der die Blumen am stärksten duften. Wenn man genau zum richtigen Zeitpunkt tief einatmet, wird einem kurz beinahe schwindlig vor Süße. Heute Morgen verpasste ich diesen Moment leider.

Ich habe zwei Lieblingsblumen: Vergissmeinnicht und Tränende Herzen.

Es wäre ein netter Abschied, den Gästen Samen der beiden Pflanzen zu schenken, bevor sie nach Hause gehen und in den Alltag zurückkehren. Apropos Gäste: Wen will ich auf meiner Beerdigung dabei haben? Geht es überhaupt darum, wen ich dort haben will? Sollte ich mir nicht vielmehr Gedanken machen, wen die Gäste dabei haben wollen? Schließlich würde ich zum Zeitpunkt der Feier schon nicht mehr sein, die Gäste mussten sich dafür für eine Weile gegenseitig aushalten. An sich würde ich gern auf die Einladungen schreiben: „Wer auf diese Weise Abschied nehmen möchte, ist herzlich eingeladen.“ Vielleicht verabscheuen einige von meinen Lieben Beerdigungen, dann will ich auch niemanden zwingen.

Meine Tante hatte sich damals gewünscht, dass ihre Trauerfeier eine Party wird, auf der die Menschen lachen und Spaß haben. Wir haben eher geweint als gelacht, doch es wurde Musik gespielt (soweit ich mich erinnere, hatte einer ihrer Freunde einen Dudelsack dabei) und wir standen in ihrem Garten und sprachen über sie. Das ist mir trotz der Trauer positiv in Erinnerung geblieben.

Es wäre schön, wenn jemand auf meiner Beerdigung musizieren würde. Da ich selbst gern Harfe spiele, hätte ich natürlich am liebsten einen Harfenisten oder eine Harfenistin an meiner Seite sitzen. Ich möchte keine große Feier und feiere meine Geburtstage immer schon relativ klein, weil ich es lieber gemütlich mag. Am schönsten wäre es, wenn die Beerdigung unter freiem Himmel stattfindet. Ich will in keinem Sarg liegen, sondern lieber als Häuflein Asche ins Meer gestreut werden. Es ist nicht nötig, dass ich nach meinem Tod an einem festen Platz bleibe. Ich möchte nicht, dass meine Kinder sich zur Grabpflege berufen fühlen oder sich gar deswegen streiten. Lieber sollen sie mich gemeinsam ins Meer fliegen lassen und mir dabei zusehen, wie ich mich als Staub auf die Wellen lege.

Zusammengefasst möchte ich eine kleine Feier an der frischen Luft mit Harfenmusik, Überraschungsblumentöpfen voller Vergissmeinnicht und Tränenden Herzen und einer Seebestattung.

Die Parkanlage in der Nähe unserer Wohnung tauchte vor mir auf. Ich war wieder auf dem Rückweg und langsam erschöpft. Ich verlangsamte meinen Schritt und zog Kapuze und Kopfhörer von meinen Ohren. Alles war still, nur die Vögel sangen. Ganz weit entfernt brummte ein einsames Auto. Regen tropfte auf meinen Scheitel und meine Stirn. Es war nicht schlimm gewesen, über meine eigene Beerdigung nachzudenken. Es fühlte sich eigentlich recht friedlich in meiner Brust an. Während ich nach Hause lief, dachte ich an das Gedicht, welches uns unsere Koordinatorin vor einigen Wochen ausgeteilt hatte.

Weinet nicht an meinem Grab um mich;
ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.
Ich bin der Wind über dem See,
Kristallglitzer auf dem Schnee.
Ich bin am Tag das Sonnengold,
ich bin der Regen herbstlich hold.
Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne
bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.
Zündet für mich eintausend Kerzen an,
und vergesst mich nie – keine Sekunde lang.
Steht nicht am Grab, die Augen rot.
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

Die poetischen Umschreibungen gefielen mir sehr gut. Vielleicht würde ich darum bitten, es meiner Familie vorzulesen. Beinahe konnte ich hören, wie mein Freund mit einem schelmischen Funkeln in den Augen fragte: „Keine Sekunde lang? Nicht mal, wenn ich eigentlich wieder ein freier Mann bin?“

Grinsend schloss ich meine Wohnungstür auf. Bis er ein freier Mann wurde, war hoffentlich noch eine Menge Zeit. Viele, viele, viele Sekunden.

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Über Alina

Ich bin Studentin und angehende Sterbebegleiterin. Ich habe schon immer gern besonders älteren Menschen beim Erzählen zugehört und möchte in meinem Blog berührende Lebensgeschichten sammeln, damit wir gemeinsam wieder lernen können, den Menschen um uns herum zuzuhören. Falls Ihr Fragen oder Anliegen habt, kontaktiert mich jederzeit unter pin.chen[at]live.com.

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  1. Hallo Pinchen,

    das ist wieder ein wunderbarer Text! Es ist wohl „gesund“ wichtig und hilfreich seinen Gedanken bezogen auf das Sterben ab und zu „freien Lauf zu lassen“. Auf diese Weise kommen Gedanken und Gefühle ab und zu zueinander, un sich zu ergänzen, gegenseitig zu „befruchten“, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie einander im Weg stehen, sich gegenseitig zerstören.
    Alles erdenklich Gute!

    Liebe Grüße

    Christiane

    Antwort
  2. Der Text ist wirklich schön 🙂 Toll geschrieben! Auch deine Gedanken zur Beerdigung finde ich schön und nachvollziehbar. Für mich denke ich, dass meine Angehörigen entscheiden sollen, wie ich bestattet werde. Meine Präferenz wäre ganz klar verbrannt zu werden; im Endeffekt ist das Grab aber ja doch ein Ort für die Angehörigen, nicht für mich und ich möchte nicht die Entscheidung darüber treffen, ob meine Lieben diesen Ort haben sollen oder nicht. Meine Großmutter hatte klar geäußert, dass sie verbrannt und in einem anonymen Urnenfeld bestattet werden möchte – ihrem Mann war es aber wichtig, ein Grab zu haben. Das hat zu viel Unfrieden und Streit in der Familie geführt… Ich denke inzwischen, dass es zwar nicht gut ist, die Wünsche eines Verstorbenen zu missachten, aber gerade in Sachen Erinnerungsort doch die Wünsche derjenigen, die sich erinnern möchten, schwerer wiegen. Welches Recht habe ich, wenn es für mich eh egal ist was mit meinen Überresten geschieht, weil ich nicht mehr als Person da bin, einem meiner lieben Menschen die Möglichkeit zu verwehren, Trauer an einem Grab auszuleben?

    Ansonsten empfinde ich den Gedanken daran, die eigene Beerdigung vielleicht auch als letzten Gruß an die Angehörigen selbst zu gestalten als in gewisser Weise tröstlich.

    Wobei ich zugeben muss, dass mich zur Zeit eher der Gedanke ans Sterben erschrecken kann als der an den tot. Letzteren Zustand werde ich eh irgendwann kennen lernen, davor habe ich keine besondere Angst. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Aber der Weg dort hin… der macht mir Angst.

    Antwort
  3. Schön geschriebener Text, vor allem gut nachvollziehbar. Ich selbst würde aber niemals jetzt schon an meine Beerdigung denken, weil es bis dahin ja hoffentlich noch ganz lange dauert! Natürlich kann es jederzeit vorbei sein (und eine Reihenfolge à la „Die Mutter stirbt vor dem Kind“ gibt es da auch nicht, wie ich im Verwandtenkreis schon erfahren musste), aber ich finde einfach, dass junge Menschen sich damit noch nicht auseinandersetzen müssen sollten.
    Was den Versuch angeht, Trauerfeiern möglichst lustig/ glücklich zu gestalten: Das gelingt doch nie, oder? Ich glaube nicht, dass man auf der Beerdigung eines Menschen, der einem wichtig war, gut gelaunt sein kann.

    Liebe Grüße,
    Tauchaussie 🙂

    Antwort
  4. Liebe Tauchaussie,

    nein, man kann auf der Beerdigung eines Menschen, der einem wichtig war, sicher nicht gut gelaunt sein. Mein Patenonkel hatte sich für seine Beerdigung auch gewünscht, dass wir nicht nur traurig sind, sondern dass wir uns auch an die schönen, lustigen Momente mit ihm erinnern. Er war 65 Jahre alt, als er überraschend an den Nebenwirkungen seiner Chemo starb und sein Tod hat uns den Boden unter den Füssen weggerissen – der Kloß im Hals ist auch zwei Jahre später nur unwesentlich kleiner und ich weine oft um ihn. Aber an seiner Beerdigung haben meine Schwester und ich seinen Wunsch respektiert und zusammen eine Rede gehalten, in der wir über seine lustigen Ideen, Sprüche, Aktionen gesprochen haben und uns auch an den Spaßvogel erinnert haben. Ja, meine Schwester und ich konnten in dem Moment nicht über die Erinnerungen lächeln oder lachen, ganz im Gegenteil, wir haben Rotz und Wasser geheult da vorne neben dem Sarg, aber die unzähligen Freunde, Kollegen und Bekannten, die auf der Beerdigung waren, haben hin und wieder aufgelacht während unserer Rede und uns hinterher gesagt, dass es eine wunderschöne Rede war, die unseren Onkel noch einmal hat lebendig werden lassen. Und nach der Trauerfeier hatte jeder noch eine verrückte Geschichte auf Lager und so beschissen die Situation war, dass wir auf der Trauerfeier eines Mannes waren, der noch 20 Jahre hätte leben können, so schön war es, all die lustigen Geschichten noch einmal zu hören. Und am Schönsten war, dass wir hinterher erfahren haben, dass viele an dem Abend „Tiramisù für Arme“ gegessen haben als Erinnerung an meinen Onkel, der immer einen Riesenspass hatte bei der Zubereitung. (Man stellt einen Mohrenkopf in die Mikrowelle und wenn er kurz vor dem Platzen ist, dann holt man ihn raus und giesst Eierlikör drüber, und dann wird er gleich gegessen). Es war keine „lustige“ Trauerfeier, aber die Erinnerung an all die schönen Momente hat geholfen, nicht so ganz im Strudel der Trauer unterzugehen. Klingt vielleicht doof und vielleicht muss man es einfach mal erlebt haben, um es sich vorstellen zu können.

    Liebe Grüsse,

    Ulli

    Antwort
  5. Hallo Ulli,
    Du hast recht, dass diese Erinnerungen helfen können, ich habe das ja selbst auf der Beerdigung meiner Tante letzten Monat erlebt. Ihr Mann hat versucht, das Ganze nicht so trostlos zu gestalten, und es war auch eine „schöne“ Trauerfeier. Aber die Erinnerung an die schönen Momente mit ihr fiel mir einfach zu schwer in Angesicht der Zeit vor ihrem Tod, in der sie nur noch gelitten hat. Trotzdem sind es natürlich die schönen Momente, an die man sich erinnern sollte, du hast recht, dass sie die Trauer ein wenig im Rahmen halten können.

    Gruß
    Tauchaussie

    Antwort

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