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Schlagwort-Archive: Gedanken

Hausaufgaben – Wenn ich sterbe

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Heute Morgen klingelte mein Wecker bereits um 5:15, weil ich am Freitagmorgen immer joggen gehe. Nun ja, jedenfalls mache ich das seit zwei Monaten und hoffe, dass ich meine Dreimal-pro-Woche-laufen-Regel weiterhin einhalten kann. Wenn es draußen noch dämmrig und die Luft ganz neblig und nass ist, ist es oft schwer, sich aus der warmen Bettdecke zu schälen, aber es ist auf der anderen Seite schön, wenn man Trainingsfortschritte beobachten und ohne Reue naschen kann.

Mein Spiegelbild sah mir missbilligend und verschlafen dabei zu, wie ich meine Schuhe band und meine türkisen Lieblingskopfhörer auf die Ohren drückte. Es hatte offensichtlich genauso wenig Lust auf sportliche Betätigung wie ich. Doch sobald ich draußen an der frischen Luft und die ersten Schritte gelaufen war, fiel die Müdigkeit von mir ab, ebenso die Gedanken zur Tagesplanung, Abschlussarbeit, Arbeiterei.

Morgens ist die Stadt noch still, die Nacht zieht sich zurück und der Himmel hängt tief. Letzte Nacht hatte es geregnet, deshalb glänzten kleine Pfützen zwischen der Pflasterung der Straße. Ich sah meinen Füßen beim Laufen zu, lauschte der Musik und dachte nach.

Die Hospiz-Koordinatorin hatte ihre Meinung noch einmal überdacht, uns von unserer eigenen Beerdigung fern zu halten. In ihrer Mail begründete sie den Umschwung folgendermaßen: Lies den Rest dieses Beitrags

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Momentaufnahme Nr. 7 – Loch im Schädel

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Neulich habe ich etwas sehr Interessantes erfahren und eine ebenso interessante Entdeckung an meinem Verhalten gemacht. Einige von euch erinnern sich vielleicht an meine Begegnung mit dem groß gewachsenen Hünen, der sich mit einer Schreckschusspistole ein Loch in den Kopf riss (https://leihmirdeinohr.wordpress.com/2012/09/08/praktikum-auf-der-notaufnahme-wie-in-einem-schlechten-film/).

Erinnert ihr euch, wie aggressiv und bedrohlich die ganze Situation war? Wie er von Polizisten bewacht und von der Psychiaterin als „bescheuert“ bezeichnet wurde? Hattet ihr beim Lesen des Artikels ein bestimmtes Gefühl? Ein Vorstellung von diesem Mann und von der Atmosphäre, die er mit sich brachte?

Wenn ja, dann achtet nun genau darauf, wie sich dieses Gefühl verändert, wenn ich euch erzähle, was ich von der Freundin meines Bruders erfahren habe.

Seit einigen Monaten hat mein großer Bruder eine Freundin, mit der er inzwischen auch zusammen wohnt. Ich kannte sie schon lange, bevor sie mit ihm zusammen kam, wenn auch nur flüchtig. Sie arbeitete nämlich zur gleichen Zeit im gleichen Krankenhaus, wo wir uns einmal über den Weg liefen.

Neulich sprach sie einen Fall an, der mir bekannt vorkam.

„Auf der Intensivstation gab es einen Mann, der sich mit einer Schreckschusspistole in den Kopf geschossen hatte“, sagte sie. „Das war gruselig. Ich war ungern mit ihm allein.“

„Eine Schreckschusspistole?“ Ich stutzte. „War er groß und hatte eine Glatze?“ Lies den Rest dieses Beitrags

Kurseinheit 2 – bis in meine Träume

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Neulich wachte ich mitten in der Nacht auf und brauchte einen Moment, um mich zurechtzufinden. Neben mir lag mein Freund und atmete ruhig und gleichmäßig vor sich hin, sein Gesicht war entspannt und friedlich. Oft hilft es mir beim Einschlafen, ihn eine Weile zu betrachten und die Sanftheit seiner Züge auf mich wirken zu lassen, doch dieses Mal war es anders. Er war der Bösewicht in meinem Traum gewesen.

Mein Traum-Ich saß in der Küche und las Zeitung. Mein Traum-Freund saß mir gegenüber und trank Tee.

„Jetzt wirst du bald deinen ersten Kunden treffen.“

Ich nickte. Er sprach von dem Sterbenden, der jeden Moment an unsere Tür klopfen sollte. „Ja, ich weiß.“

Langsam und angewidert schüttelte er den Kopf. „Das ist so selbstsüchtig von dir. Er wird bald sterben und du lässt ihn bis hierher laufen. Es ist kalt draußen.“

Verwirrt hob ich den Kopf und sah ihn an. „Meinst du? Hat er kein Taxi genommen?“

„Das wäre ja noch schöner“, zischte er. „Auch noch das Geld aus dem Fenster werfen, damit für seine Familie nichts mehr bleibt! Die werden hungern müssen, weil du nur dich gesehen  und nicht an Andere gedacht hast.“ Lies den Rest dieses Beitrags

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