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Schlagwort-Archive: Interview

Ein kleines Lebenszeichen

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Hallo, ihr Lieben!

Ich melde mich nur kurz zu Wort, um euch Bescheid zu geben, dass mein Herz noch schlägt, mein Laptop noch blinkt und mein Kopf an neuen Artikeln arbeitet. Leider beansprucht mich meine Bachelor-Arbeit noch bis Ende September, bis dahin wird hier kaum etwas Neues zu lesen sein. Aber im Oktober habe ich ein neues Interview, die zehnte Kurseinheit und einen Artikel über abschiedliches Leben für euch. Das ist etwas, über das ich bereits mehrfach in den letzten Wochen gestolpert bin und was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Außerdem möchte ich in den nächsten Interviews vermehrt der Frage nachgehen, ob unterschiedliche Religionen oder Lebenseinstellungen die Angst vor dem Tod vermindern können oder ob die diffuse Panik vor dem Ende immer bleibt. Zu guter Letzt ist da meine Beinahe-und-fast-Nahtod-Erfahrung-wenn-man-es-übertreiben-möchte, von der ich euch erzählen muss.

Über eure lieben Kommentare und die treuen Besuche auf meiner Seite habe ich mich sehr gefreut, dafür möchte ich mich noch einmal bei euch bedanken. Schön, dass ihr zu mir gefunden habt! Ich hoffe, dass wir noch ein gutes Stück Weg gemeinsam gehen können.

In den nächsten Tagen habe ich ein Gespräch mit einem Hospizdienst in Berlin, um auszuloten, ob ich meine Ausbildung in Aachen oder in Berlin beenden werde. Darauf bin ich sehr gespannt!

Ich wünsche euch einen schönen September mit wenig Regen, viel Sonne und vielen schönen Momenten!

Liebe Grüße

Alina

Erzähl mir deine Geschichte – Bianca

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Das folgende Interview habe ich mit einer jungen und starken Frau geführt, die mir sehr am Herzen liegt. Ihre Kraft und ihr Mut beeindrucken mich immer wieder und ich hoffe, dass ich noch eine lange Zeit an ihrer Seite stehen und mit ihr dem Leben entgegenblicken kann.

Der Artikel beinhaltet Aussagen zu den Themen SVV und Suizid. Wer in dieser Hinsicht angreifbar ist, sollte ihn unter Umständen nicht lesen.

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Ich heiße Bianca und 21 Jahre alt. Wer ich bin, kann ich gar nicht so genau sagen, weil ich denke, dass das niemand in wenigen Worten zusammenfassen kann. Ich kann dir aber sagen, was offiziell festgestellt wurde, wer oder was ich in den Augen der Ärzte bin. Aber stell ruhig deine Fragen.

Warum ich generell eine Therapie angefangen habe? Begonnen hat alles im Dezember 2008, da fingen die ersten Symptome an, sich sehr deutlich zu zeigen. Es fing mit Schlafstörungen an. Ich entwickelte daraufhin eine wahnsinnige Angst vor der Nacht, weil ich wusste, dass diese Dunkelheit auf mich wartet, der ich irgendwie so ausgeliefert bin, der ich mich auch nicht entziehen kann. Dass ich mit mir alleine bin. Direkt benennen konnte ich nicht, was genau mir Angst machte oder am Schlafen hinderte, ich war wie auf dünnem Eis und bin regelmäßig eingebrochen, war aber unfähig zu sagen, aus welchem Grund das Eis brach oder woraus dieses Eis bestand. Was mir gefehlt hat, hat sich meiner Wahrnehmung entzogen. Das war für mich alles sehr neu und ich habe mich nicht getraut, mir selbst und diesen Erscheinungen diese Wichtigkeit zuzugestehen, um das alles zu verbalisieren. Ich wollte natürlich auch nicht, dass es sich dadurch intensiviert oder dass ich überempfindlich zu viel in Alltäglichkeiten hinein interpretiere.

Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass meine Gedanken immer dunkler wurden, dass ich mich selbst verlor und dass ich selbst nicht in der Lage war, mir aus der Sache heraus zu helfen. Das war schon eine bittere Erkenntnis. Dass ich mich selbst nicht gut genug kenne, obwohl ich das eigentlich sollte. Lies den Rest dieses Beitrags

Fragerunde Nr. 5

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Hallo, ihr Lieben!

Heute schreibe ich euch von einer wunderschönen Stadt aus, in der ich mit meinem Freund bis Freitag Urlaub mache: Venedig! Bisher haben wir uns noch nicht allzu viel von den Sehenswürdigkeiten anschauen können, wenn ihr also Tipps und Empfehlungen habt, was wir auf jeden Fall besuchen sollten, sind diese jederzeit gern gesehen.

Damit mein Blog trotzdem nicht eine Woche lang unberührt bleibt und weiterhin mit Lesestoff gefüllt wird, habe ich euch einige Fragen zusammengetragen, die sich bei mir im Postfach angesammelt haben.

Ich wünsche euch eine ruhige Woche und viele schöne Momente!

 

Liebes Pinchen, ich habe eine Frage, die mir schon seit einer Weile unter den Nägeln brennt. Meine Oma liegt im Hospiz momentan im Sterben und hat wohl nicht mehr lange zu leben. Ich bin erst 13 und weiß nicht, was ich genau tun soll. Wir fahren sie alle besuchen, um uns zu verabschieden. Meine Mutter sagt, dass immer jemand bei ihr bleiben soll, also bin ich auch zu so einer Art Schicht eingeteilt und muss alleine bei meiner Oma sitzen. Jetzt meine Frage: Wenn es meiner Oma plötzlich schlecht geht, soll ich dann den Rettungsdienst anrufen? Oder einen Arzt? Oder soll ich nichts machen und abwarten? Ich fühle mich damit überfordert und weiß nicht, was ich machen soll.

Noch einmal vielen Dank für deine offene Mail. Ich finde es toll, dass du in deinem Alter deiner Oma zur Seite stehen möchtest und dass du dir Gedanken darüber machst, wie du am besten reagierst. Du bist aber erst 13. Im Hospiz gibt es viele Ansprechpartner, Schwestern, Ärzte und ehrenamtliche Helfer, die sich darum bemühen werden, dass es deiner Oma möglichst gut geht. Vielleicht möchte deine Mutter dir nur das Gefühl geben, dass es wichtig ist, dass du bei deiner Oma sitzt und Zeit mit ihr verbringst und wollte gar nicht diesen Druck aufbauen, den du jetzt verspürst.

Du solltest auf jeden Fall ehrlich mit deiner Mutter sprechen und ihr sagen, wie es dir dabei geht. Bestimmt ist deine Mutter auch überfordert mit dem Tod ihrer eigenen Mutter, ihr geht es mit Sicherheit auch nicht gut damit. Aber stell dir mal vor, wie traurig deine Mutter wäre, wenn sie im Nachhinein erfährt, dass sie dir zu viel zugemutet hat und dass du diese Erfahrung vielleicht noch sehr lange mit dir herumtragen wirst. Vielleicht hat deine Mutter auch gerade keine Geduld, dir zuzuhören, weil sie zu sehr mit ihren eigenen Ängsten beschäftigt ist, dann schreib ihr einen kleinen Brief, in dem du ihr erklärst, was in dir vorgeht. Oder zeig ihr die Email, die du mir geschrieben hast und auch meine Antwort darauf. Du kannst auch im Hospiz jemanden direkt ansprechen, der dort arbeitet und Bescheid sagen, dass du nicht alleine sein möchtest.

Du musst keine Angst vor der Situation selbst haben, denn du wirst damit nicht alleine sein. Da du noch so jung bist, werden alle Mitarbeiter des Hospizes mit auf deine Oma aufpassen, sodass du dir keine Sorgen machen musst. Wenn du dich unwohl fühlst, darfst du das aber auch jederzeit sagen, ohne dass jemand böse auf dich ist.

Es ist oft schön für Menschen, die im Sterben liegen, wenn jemand aus der Familie da ist und ein bisschen aufpasst. Aber es gibt auch viele Menschen, die gerne ihre Ruhe haben, wenn sie gehen. Es kann also auch sein, dass ihr gar nicht ununterbrochen am Bett sitzen müsst, das kann man im Voraus oft nicht planen. Wenn deine Mutter sich sicherer bei dem Gedanken fühlt, dass alles organisiert ist (dadurch hat sie vielleicht eher das Gefühl, dass sie nicht ganz hilflos ist), dann ist das für sie eine gute Sache. Aber du musst sehen, dass du darunter nicht leidest. Trau dich, offen mit ihr zu sprechen und hab kein schlechtes Gewissen deswegen. Du bist keine schlechte Enkelin oder Tochter, wenn du ehrlich sagst, wann du dich überfordert fühlst. Ich finde es gut, dass du auf dich selbst Acht gibst und auf dein Bauchgefühl hörst. Du machst das alles völlig richtig und super.  Wenn du mir noch einmal schreiben willst, sind mir deine Mails jederzeit willkommen.

Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel Kraft und alles Gute!

Mein enkel hilft mir dabei diese mail zu schreiben. ich bin selbst sehr krank und überlege einen hospizdienst einzuschalten. kann ich auch selbst als kranke dort anrufen oder müssen das die angehörigen machen?

Schön, dass Sie sich selbst kümmern möchten und auf der Suche nach einem Hospizdienst sind. Natürlich können Sie selbst dort anrufen und die ersten Kennenlerngespräche führen. Meistens sind es die Angehörigen, die Kontakt zu einem Dienst aufnehmen, weil der Betroffene selbst schon zu schwach ist, um sich eine Begleitung zu organisieren. Aber es kommt immer wieder vor, dass Betroffene den Erstkontakt übernehmen und beim Hospizdienst anfragen. Man wird sich also gern um Ihre Fragen und Anliegen kümmern und schnellstmöglich Hilfen organisieren, um Ihnen den Alltag zu erleichtern. Zögern Sie nicht, einen Dienst in Ihrer Nähe anzurufen und die Dinge in die Hand zu nehmen. Toll, dass Sie noch so fit sind und sich selbst kümmern möchten!

Haben Sie eine schöne Zeit im Kreis Ihrer Familie!

Ich hab selbst jetzt mal ein Projekt Danke gemacht. Wenn ich dir davon berichte, veröffentlichst du das dann, damit es andere auch lesen können? Und wann kommt dein eigenes nächstes Projekt? Was ist außerdem noch so geplant bei dir? Ich erkenne kein Muster in der Reihenfolge deiner Artikel.

Wie schön! Ich freue mich immer, wenn jemand das „Projekt Danke“ als Anlass nimmt, selbst ein kleines Dankeschön zu formulieren. Wenn du mir davon berichtest, werde ich deine Erfahrungen gerne veröffentlichen und in meine Artikel einbinden. Je nachdem, ob du namentlich genannt werden möchtest oder anonym schreiben willst, gehe ich auf deine Wünsche gerne ein. Ich werde es aber meinem eigenen Schreibstil anpassen, damit der Lesefluss nicht gestört wird. Wenn das für dich in Ordnung ist, schick mir deine Erlebnisse gerne per Mail.

Mein eigenes nächstes „Projekt Danke“ habe ich tatsächlich schon seit zwei Wochen hinter mir, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen, es aufzuschreiben. In den nächsten Tagen nach meinem Urlaub werde ich aber in Ruhe niederschreiben, was dabei so passiert ist.

Was als nächstes kommt? Hm, da bin ich überfragt. Ich erkenne selbst kein Muster in meinen Artikeln, ich schreibe immer über das, worauf ich gerade Lust habe und was sich angesammelt hat. Ich kann dir aber verraten, dass ich ein interessantes Interview mit einer sehr starken jungen Frau geführt habe, was ich demnächst unter „Erzähl mir deine Geschichte“ veröffentliche und dass ich die siebte Kurseinheit ebenfalls hinter mich gebracht habe und über sie berichten werde.

 

Habt ihr Fragen oder Anmerkungen? Schreibt mir eine Mail an pin.chen@live.com.

 

Erzähl mir deine Geschichte – Sally

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Es gibt ein kleines Jubiläum zu feiern! Dies ist der 50. Artikel, den ich hier veröffentliche. Deshalb habe ich beschlossen, eine neue Artikelserie zu starten. Ich würde gern ein paar Lebensgeschichten einfangen und die Meinungen der Menschen zum Leben und zum Tod niederschreiben, um andere Perspektiven aufzuzeigen und Einblicke in das Gefühlsleben interessanter Menschen zu gewähren.

Wie denken andere Menschen über ihren eigenen Tod? Welche Pläne, welche Wünsche haben sie für ihre Zukunft? Und was beschäftigt sie in ihrem Alltag? Wie stehen sie zur Vergänglichkeit des Lebens und was bereitet ihnen Kummer? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich Interviews führen, die den Befragten viel Raum für ihr Antworten lassen.

Mein erstes Interview habe ich mit Sally geführt. Sie ist Prostituierte und hat ihre bisherige Ausbildung zur Trockenbauerin abgebrochen. Der Artikel, der auf der Basis ihrer Antworten entstand, ist in der Ich-Perspektive geschrieben, um zu verdeutlichen, dass es ihre eigene Geschichte ist. Viel Spaß beim Lesen und schöne Osterfeiertage!

„Sally ist eigentlich nicht mein richtiger Name. Aber wir alle hier haben uns einen Künstlernamen zugelegt, das ist einfach gesünder. Ich möchte auch nicht, dass meine Kunden meinen wirklichen Namen kennen und mich auf der Straße damit ansprechen. Zum Glück bin ich noch keinem von ihnen außerhalb des Clubs begegnet.

Ja, wir nennen es Club. Wir mögen das Wort „Bordell“ oder „Puff“ nicht sonderlich. Vielleicht ist das woanders nicht so, aber hier nennen wir es Club. Und was wir hier machen, das nennen wir arbeiten. Wahrscheinlich denken viele, dass ich den einfachsten Job der Welt habe, dass ich mich nur hinlegen und die Beine breit machen muss. Aber solche Leute mag ich nicht. Ich arbeite genauso hart für mein Geld wie alle anderen Berufstätigen auch. Und opfere dafür auch noch einen Teil meines Privatlebens. Es ist nicht so einfach, einen Mann kennenzulernen, wenn man in einem Club arbeitet. Schließlich werde ich regelmäßig mit den unterschiedlichsten Männern intim, das ist schon ein harter Brocken für den festen Freund. Momentan bin ich sogar vergeben, aber über die Arbeit reden wir aus Prinzip nicht. Lies den Rest dieses Beitrags

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