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Schlagwort-Archive: Spiegel

Kurseinheit 10 – Kleine Teile von dir…

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Stell dir vor, du stehst einem Menschen gegenüber, der dich auf eigentümliche Weise tief berührt. Seine strengen Gesichtszüge, der konzentrierte Zug um den Mund. Das Leben, das durch seine Augen dringt und dich daran hindert, den Blick abzuwenden. Die unter dem forschenden Blick in Furchen gelegte Stirn, an deren Seite eine kleine Ader pocht. All das nimmst du gleichzeitig auf, während dein Gegenüber dich prüfend mustert.

Irgendwo hast du ihn schon einmal gesehen, diesen Menschen. Da ist etwas in deiner Brust, ein dumpfes Erkennen, ein schnellerer Herzschlag. Das Gesicht ist dir so vertraut. Hinter deiner Stirn arbeitet es. Bilder blitzen auf und verschwinden, bevor du nach ihnen greifen kannst. Es ist so unruhig in deinem Kopf, dass du für einen Moment die Augen schließt. Als du sie wieder öffnest, ist der Mensch immer noch da und sieht dich an. Was liest du in seinem Blick? Sorge? Oder ist es Mitleid? Plötzlich wandeln sich seine Züge und verzerren sich zu einer wütenden Maske. Dieselbe Wut schießt nun durch deine Adern. Es jagt dir Angst ein. Als du diesen Menschen von dir stoßen willst, rutschen deine Hände über eine glatte Fläche, die zwischen euch steht. Lies den Rest dieses Beitrags

Gedankenspiel – Manchmal

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Hallo, ihr Lieben!

Ich sitze seit heute Morgen am Laptop und arbeite einen Entwurf meiner Abschlussarbeit aus. Zwischendurch klicke ich (quasi in den kreativen Pausen) immer mal wieder durch alte Ordner und bin auf einen Wust an Erzeugnissen gestoßen, die unter dem Titel „poetische Stolpereien“ abgespeichert sind. Zu einigen fühle ich heute kaum noch Kontakt, die meisten dieser gedichteähnlichen Texte habe ich noch zu Schulzeiten geschrieben. Als ich ein paar Strophen las, hatte ich ein wenig das Gefühl, mit meinem jüngeren Ich in einen Dialog zu treten. Viele der Schriften sind sehr melancholisch und traurig, gern hätte ich mein kleines Ich an der Hand genommen und ihm gesagt, dass das Leben nicht so dunkel ist, wie es auf dem Papier aussieht. Aber irgendwie hat es mich auch gerührt. Besonders dieses Stück Jugend mit dem Titel „Manchmal“, deshalb würde ich es gern mit euch teilen. Viele Grüße also von meinem sechzehnjährigen Ich und mir.

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

—-

Manchmal fühle ich mich weit weg und irgendwie fremd. Dann frage ich mich, ob es in Ordnung ist, wenn ich zwei Tage am Stück damit zufrieden bin, Musik zu hören, meinen Gedanken nachzuhängen und mir selbst Gesellschaft zu sein. Sollte ich nicht lieber Kontakt suchen, in die Sonne gehen, an den Strand fahren, Alkohol trinken? Ich bin aber gern mit mir allein und habe trotzdem Angst im Dunkeln. So bin ich doch viel menschlicher.

Manchmal sehe ich in den Spiegel und suche mein Gesicht im Glas. Alles was ich sehe, ist ein Mädchen mit beißenden Augen voller Hunger. Dann wende ich den Blick ab und denke mir meine Züge einfach aus. So bin ich doch viel schöner.

Manchmal lausche ich in meinen Kopf hinein und höre lautes Getöse. Es rauscht und lärmt und tobt. Dann schalte ich die Welt aus und schließe die Augen, um mich einfangen zu lassen. So ist es doch viel weicher.

Manchmal verrenke ich Geist und Glieder, um die Menschen ein schönes Bild von mir zeichnen zu lassen. Damit sie mir auf die Schulter klopfen, meinen Scheitel tätscheln und den Abstand verringern. So ist es doch viel wärmer.

Manchmal setze ich einen Fuß in den Regen, um zuzusehen, wie der Stoff meiner Schuhe sich dunkel färbt. Um zu fühlen, wie meine Zehen kalt werden und Gänsehaut meinen Fußrücken überzieht. So ist es doch viel echter.

Manchmal fühle ich mich weit weg und irgendwie fremd. Dann sitze ich zwischen den lauten Gesichtern meiner Freunde und wundere mich über die Dinge, die sie sagen. Ich lache trotzdem. So ist es doch viel leichter.

Manchmal möchte ich schreien über die Dinge, die ich tue. Aber ich lasse es. So ist es doch viel stiller.

Und in der Stille fühle ich mich zu Hause.

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