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Zwischenmeldung – zwischen Schokolade und Windeln

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Ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr, obwohl ich hoffe, dass ich den aktuellen „Projekt Danke“-Artikel noch vor Silvester fertig schreiben kann.

Momentan bin ich bei meiner Familie in Berlin und es ist gewohnt hektisch, laut und aufregend. Mit fünf Geschwistern und überraschendem Familienzuwachs kein Wunder. Die Freundin meines großen Bruders ist letzte Woche mit ihrer kleinen, einjährigen Tochter bei uns eingezogen, weil sie sich von ihrem cholerischen Ex-Freund lösen wollte, mit dem sie sich noch nach der Trennung eine Wohnung geteilt hatte. Jetzt stehen Besuche auf dem Jugendamt an, grimmige Kind-Übergaben zu den Besuchszeiten und einige Drahtseilakte in unserem Alltag.

Ich persönlich hätte gern selbst schon Kinder, weil ich mit Kindergeschrei und -gejauchze aufgewachsen bin und die Nähe von den Kleinen einfach mag. Deshalb finde ich es super, dass die Kleine so aufgeschlossen zwischen uns herumwatschelt, kaum fremdelt und sich auf jeden von uns einlässt. Aber ab und an merkt man doch einen leichten Widerwillen in der Atmosphäre. Unsere Familienmitgliederanzahl zu Hause stieg schlagartig von Acht auf Zehn, Kinderspielzeug bohrt sich bei jedem zweiten Schritt in die Fußsohle, der Geruch von Zimt und Schokolade vermischt sich mit dem Aroma von feuchten Windeln und Sabber. Aber sie ist trotzdem einfach zum Anbeißen.

Gestern trat ich auf einen besonders scharfeckigen Plastikschlumpf und sackte mit einem Schmerzlaut erst einmal halb zusammen. Die Kleine beobachtete mich aufmerksam und fragte: „Aua?“

Ich nickte und stöhnte: „Aua!“

Daraufhin wankte sie mit ihren dicken Beinchen zu mir herüber und bot mir zum Trost das halb zerkaute Brötchen an. Ich war so gerührt, dass ich ihr über ihr feines blondes Haar strich. Sie schloss die Augen und seufzte: „Ei…ei….ei….“

Der Plastikschlumpf in meinem zarten Fußfleisch war vergessen.

Meine Mutter stört sich zwar manches Mal daran, dass unser Fußboden unter Holzklötzen und Rasseln verschwindet, aber sie geht in ihrer „Oma-Rolle“ auf und findet sich gut in ihr zurecht. An meinem Bruder entdecke ich ganz neue Seiten, die mich stolz machen und mir Hoffnung geben, dass er sein Leben in naher Zukunft geregelt bekommt. Wie er mit der Kleinen spielt und sie vorsichtig und immer wachsam durch den Alltag geleitet, ist einfach nur süß.
Gestern war er dazu bereit, mit mir zusammen Bewerbungen zu schreiben, das ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorn.

Meine letzten Tage mit 22 liegen vor mir, sehr bald habe ich Geburtstag. Da ich im letzten September einen Brautstrauß gefangen habe, müsste mir das neue Lebensjahr eigentlich einen Antrag einbringen. Der Uni-Abschluss steht nächsten Sommer an und meine ersten Sterbebegleitungen. Ich bin so gespannt auf das, was mir im neuen Jahr bevorsteht, dass ich mich ehrlich darauf freue.

Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen über den neuesten Streich des „Projekts Danke“ zu schreiben und die Reaktionen der Menschen einzufangen, die wir dieses Mal mit Mandeln beschenkt haben. Vielleicht kann ich ein paar Freundinnen hier in Berlin überreden, ebenfalls an den Herd zu treten und Mandeln zu karamellisieren. Dann führen wir das „Projekt Danke“ in der Hauptstadt fort, bis ich in den Westen zurückfahren muss. Vorschläge von eurer Seite sind immer noch erwünscht und willkommen.

In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin viel Zeit für euch und eure Lieben, viel Freude über die Feiertage und schöne Momente, auf die ihr später gern zurückblickt!

Viele Grüße aus Berlin!

Euer Pinchen

„Projekt Danke“ – Einfach nur Müll

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In unserer Küche riecht es noch immer herrlich nach karamellisierten Mandeln und Zimt. Meine Haare, meine Kleidung, alles riecht nach Weihnachtsmarkt. So langsam fühle ich mich weihnachtlich und winterlich. Es ist in den letzten Tagen so kalt geworden, dass einem die Ohren stechen, wenn man vorschnell und ohne Kopfbedeckung vor die Tür geht. Der Winter und das Weihnachtsfest sind endlich bei mir angekommen. Als Student rauscht die Vorweihnachtszeit oftmals unbemerkt an einem vorbei, weil man die Nase zu häufig und zu lange in staubige Bibliotheksbücher steckt und von der besinnlichen Stimmung nicht unbedingt etwas mitbekommt.

Für das „Projekt Danke“ habe ich also eine große Fuhre gebrannte Mandeln gemacht und sie in kleine Tütchen gefüllt. An das Geschenkband, das gleichzeitig als Verschluss dient, habe ich einen kleinen Zettel gehängt. Je nach Berufsgruppe werde ich einen entsprechenden Satz darauf schreiben, damit die Menschen auch wissen, weshalb sie beschenkt werden.

„Danke, dass du Müllmann bist?“ Sissi zog die Nase kraus und überlegte. „Das klingt irgendwie abwertend. So, als wollte man die Müllmänner aufziehen und ihnen irgendwas unter die Nase reiben.“ Lies den Rest dieses Beitrags

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